Beschwerden beim Fahren? – Das können Sie tun

ergonomischer Fahrradlenker mit Bar-Ends
Foto: www.pd-f.de / Paul MasukowitzEin ergonomischer Lenker kann Beschwerden im Handgelenk vorbeugen.

Fahrrad- und Pedelec-Fahren schont die Gelenke. Sollten dennoch Beschwerden  auftreten, können diese häufig durch veränderte Einstellungen am Pedelec selbst oder durch leicht umzusetzende Maßnahmen behoben werden.  

Treten beim oder nach dem Fahren Rückenschmerzen auf, kann dies zwei Gründe haben. Insbesondere, wenn Sie länger nicht mit dem Fahrrad oder Pedelec unterwegs waren, weist dies häufig auf eine unzureichend trainierte Rückenmuskulatur hin. Durch gezieltes Rücken- und Bauchmuskeltraining können Sie Ihren Rücken zusätzlich stärken und damit Verspannungen und Schmerzen entgegenwirken. Schmerzen im Bereich der Lendenwirbelsäule können aber auch durch einen unpassenden Abstand bzw. Höhenunterschied zwischen Lenker und Sattel verursacht werden. Die richtige Einstellung sorgt meist für Abhilfe. Darüber hinaus kann die Anschaffung einer Sattelfederung sinnvoll sein.

Bei Nackenverspannung liegt die Ursache meist in einer zu stark nach vorn gestreckten Sitzposition. Stellen Sie Sattel und Lenker in diesem Fall so ein, dass eine aufrechtere Sitzposition möglich ist. Bei längeren Touren sollten Sie zudem durch gelegentliches Dehnen der Nackenmuskulatur Verspannungen vorbeugen.

Ist die Druckbelastung auf dem Handgelenk zu hoch, spüren Sie beim Fahren nach einiger Zeit ein unangenehmes Kribbeln bis hin zu Taubheit in den Fingern. Ergonomische Handgriffe verhindern, dass Ihre Handnerven durch ein zu stark abgewinkeltes Handgelenk abgeklemmt werden. Auch hier kann zudem die richtige Höheneinstellung von Sattel und Lenker die Handgelenke entlasten. Druckstellen und Blasen verhindern Sie durch das Tragen von Fahrradhandschuhen.

Radfahren ist eine sehr knieschonende Aktivität. Beschwerden entstehen jedoch, wenn der Sattel zu tief eingestellt ist und das Kniegelenk dadurch beim Pedalieren zu stark gebeugt wird. Gleiches gilt für eine zu hohe Einstellung, bei der das Bein zu stark gestreckt wird. Vermeiden Sie zudem das Anfahren und Bergauffahren in zu hohen Gängen.

Leiden Sie beim oder nach dem Radfahren an brennenden oder schmerzenden Füßen, liegt das zumeist am falschen Schuhwerk. Tragen Sie Schuhe mit einer starken, möglichst starren Sohle. Auf diese Weise können sich Ihre Füße nicht krümmen und Sie können leichter in die Pedale treten.

Eine der wohl häufigsten Beschwerden beim Radfahren sind Schmerzen im Gesäßbereich. Hier kann ein gut sitzender und für Ihre individuellen Bedürfnisse passender Sattel Abhilfe schaffen. Für längere Touren empfiehlt es sich zudem, speziell gepolsterte Fahrradunterwäsche zu tragen.

Für die richtige ergonomische Einstellung Ihres Pedelecs ist es sinnvoll, einen Fahrrad-Fachhändler zurate zu ziehen. Bei anhaltenden körperlichen Beschwerden sollten Sie sich in jedem Fall an Ihren Hausarzt oder einen Orthopäden wenden.

Treten beim Pedelecfahren Unwohlsein, Schwindelgefühl oder Herzschmerzen auf, sollte ein Arzt aufgesucht werden.  

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