Wartung

Person prüft Reifendruck des Fahrrades
Foto: www.pd-f.de / Holger Heinemann

Abgesehen von den Komponenten, die für den elektrischen Antrieb sorgen, fallen bei einem Pedelec die gleichen Wartungsarbeiten an wie bei einem herkömmlichen Fahrrad. Allerdings gibt es einige Aspekte, auf die Sie beim E-Rad besonders achten sollten. Die regelmäßige Wartung dient der Sicherheit und erhöht die Lebensdauer Ihres Pedelecs.

Die Bremsen können aufgrund höherer Beanspruchung schneller verschleißen als beim Fahrrad. Testen Sie sie regelmäßig, um zu prüfen, ob sie an Bremskraft verloren haben.

Die beiden vorrangigen Bremssysteme beim Fahrrad – und auch beim Pedelec – sind Felgenbremsen, bei denen Bremsgummis auf die Felge drücken, und Scheibenbremsen, bei denen die Bremsbeläge auf eine an der Nabe befestigte Scheibe wirken. Es gibt sie jeweils in mechanischer und hydraulischer Ausführung: Hydraulische Systeme arbeiten reibungslos mit Flüssigkeiten in den Bremsleitungen, mechanische Systeme mit einem Bremszug aus Stahldrähten (Bowdenzug), um die Bremsleistung vom Bremshebel auf den Bremsbelag zu übertragen. Hydraulische sind im Vergleich zu mechanischen Bremsen meist sehr zuverlässig und mit weniger Kraftaufwand zu betätigen. Sie benötigen aber für die Pflege Spezialwerkzeuge und sollten daher vorrangig im Fachhandel gewartet werden.

Für alle Bremssysteme gilt: Abgenutzte Bremsbeläge verringern die Bremswirkung. Im Falle von Felgenbremsen können sie sogar die Felge beschädigen. Sie sollten daher mindestens einmal im Jahr geprüft und ggf. ausgetauscht werden. Achtung: Scheibenbremsen müssen eingebremst werden. Lassen Sie sich im Fachhandel dazu beraten und orientieren Sie sich unbedingt an der Bedienungsanleitung.

Auch Verschmutzungen der Bremsbeläge können dazu führen, dass die Bremskraft nachlässt. Bremsbeläge können mit Seifenlauge, Alkohol oder speziellem Bremsreiniger gereinigt werden. Achten Sie darauf, dass niemals Öl (bspw. Kettenöl) auf die Beläge gerät! Sollte dies doch passieren, müssen sie in jedem Fall ersetzt werden.

Kontrollieren Sie regelmäßig die Leichtgängigkeit der Bremszüge. Wasser und Schmutzpartikel können diese zusetzen und dadurch schwergängig machen. Auch sie sollten daher regelmäßig gewartet werden.

Reifen (Mäntel) sollten weder rissig noch porös sein und ausreichend Profil aufweisen. Kleinere Risse sind häufig unproblematisch. Treten aber viele oder lange Risse auf, tauschen Sie die Reifen aus. Kontrollieren Sie die Reifen zudem regelmäßig nach jeder Fahrt über Terrain, das durch Fremdkörper wie Glas- oder Metallsplitter verunreinigt war.
Es empfiehlt sich, mindestens einmal im Monat zu prüfen, ob noch genug Luft im Reifen ist. Ein höherer Reifenruck verringert den Rollwiderstand und macht das Fahren leichter, dafür allerdings gegebenenfalls etwas holpriger. Der Maximalwert für den Reifendruck ist an der Reifenflanke angegeben.

Rücklicht und Frontscheinwerfer müssen funktionieren und so eingestellt sein, dass andere Verkehrsteilnehmer nicht geblendet werden. Sollten Reflektoren beschädigt oder verloren gegangen sein, ersetzen Sie diese baldmöglich.

Mindestens einmal im Jahr sollten alle Befestigungsschrauben des E-Rades kontrolliert und ggf. nachgezogen werden, auch die für Anbauteile wie Gepäckträger, Schutzbleche oder Körbe.

Link-Tipps

Tipps des ADFC zur Fahrrad-Pflege (pdf-Datei, öffnet in neuem Fenster)

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